Selbstorganisation oder auch: Wie Organisation im Chaos enden kann.

Selbstorganisation oder auch: Wie Organisation im Chaos enden kann.

Eine Blogparade zum Thema „Selbstorganisation“? Hört sich sehr interessant für ich an: Ich gebe einen Einblick in meine persönliche Art der Organisation und kann mir anschauen, wie andere Blogger das so tun. Bei Katja und Jessika könnt ihr euch alle Beiträge der Blogparade anschauen.

Denn ja, ich liebe es zu organisieren und zu planen und alles was dazugehört. Ich könnte den ganzen Tag planen, alles auf Zettelchen schreiben, im Handy speichern, um dann alles wieder zu verwerfen und es doch frei Schnauze zu machen. Das ist nicht nur im Beruflichen so, sondern spiegelt sich auch in meinem Hobby – dem Blog – sowie im Privaten wieder. Ich sage nur: ToDo-Listen für die Geburtstagparty, ToDo-Listen für Weihnachtsgeschenke, Einkauflisten und, und, und.

Meine Planungen mache ich dabei gerne ganz klassisch: Stift und Papier und gut ist. Natürlich habe ich mittlerweile auch verschiedene Apps, wie z.Bsp. Evernote und Trello (dank des des tollen Einblicks von Greenfietsen), aber so ganz habe ich mich noch nicht für eine Vorgehensweise entschieden.

Ich nehme euch jetzt mit in meine kleine Welt der Organisation und erzähle euch mal, wie bei mir ein Beitrag entsteht. Nachmachen ausdrücklich nicht erlaubt 😀 Ihr werdet gleich verstehen warum:

Inspiration für meine Beiträge finde ich meistens in verschiedenen Facebook-Gruppen, Pinterest und den vielen tollen DIY-Blogs meiner Kolleginnen. Da hier so viele wundervolle Dinge veröffentlicht werden und ich bei jedem zweiten Beitrag denke – Das MUSS ich mal probieren! – speichere ich die Ideen gerne direkt ab, um später wieder darauf zurückzugreifen.Das heißt, die Links landen in meiner Favoritenliste des Browsers und, sofern es bereits fertige Anleitungen und Schnittmuster im pdf-Format gibt, werden diese direkt in einem lokalen Ordner auf meinem Laptop gespeichert.

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Weil ich gerne alles auf einen Blick habe, habe ich mir den Blogplaner von Kreavida gekauft, im DIN A4-Format, mit monatlichem Kalender, ToDo-Liste, Artikelseiten, Daten des Blogs, etc.

Also trage ich nun die Beiträge, die ich in den nächsten Wochen veröffentlichen möchte, einmal in den Kalender des Blogplaners ein, zusätzlich auf die Artikelseite und natürlich der ToDo-Seite ein.

Da der Blogplaner aber recht schwer ist (Memo an mich: das nächste Mal reicht auch eine Nummer kleiner), habe ich ihn nicht immer dabei und wenn ich unterwegs bin, trage ich meine Ideen und geplanten Beiträge auf meiner WordPress-Seite ein. Das ist einfach nur eine Entwurfsseite, in der ich stichpunktartig meine Ideen und Planungen eintrage. Passenderweise nennt sich diese Seite auch ToDo-Liste. Wow, wie kreativ 😀

Das sind die Schritte, die bei mir anfallen, bevor ich an einem Beitrag arbeite 😀

Ganz wirr wird es dann noch, wenn ich anfange konkret an einem Betrag arbeite. Die Schnittmuster werden erstellt (zuerst wird alles per Hand gezeichnet, dann digitalisiert, ausgedruckt, getestet, korrigiert, wieder ausgedruckt und ausprobiert….die Schritte fallen bei einem bereits fertigen Schnittmuster natürlich weg). Ideen und Änderungen trage ich dann direkt auf den Schnittmustern oder der Anleitung ein. Wenn mir beim Nähen noch etwas einfällt, das ich unbedingt im Beitrag erwähnen möchte, schreibe ich je nach Lust und Laune gerne auch auf klassische Post-it’s, die dann überall landen.

Das hört sich jetzt total chaotisch an, aber zu meiner Verteidigung möchte ich betonen, dass ich ca. alle 2 Wochen einen Rundumschlag mache und alle Zettel sowie ToDo-Listen zusammenfasse, alles wieder in Ordnern abhefte, alle Schubladen und meinen Laptop aufräume und bereinige. Und dann ist tatsächlich alles sehr ordentlich und ich habe wieder den Überblick. Mein Vorsatz für das Jahr 2016 ist definitiv, mich auf eine Art der Planung zu konzentrieren, entweder alles per Blogplaner oder alles über eine App. Ansonsten habe ich viele halbfertige Ideen und Stichpunkte und keinen vollständigen Überblick.

Witzigerweise muss ich sagen: So gerne ich auch alles niederschreibe und Reminder sowie Wiedervorlagen mache – meistens habe ich meine Planung einfach im Kopf. Da ist es dann auch egal, ob ich gerade auf der erfolglosen Suche nach dem einen Post-it bin, auf dem alles steht: Kurz darüber nachgedacht und schon ist alles wieder im Kopf (und kann von neuem aufgeschrieben werden 😉 ).

Ich denke, der ideale Weg für mich ist ein Mix aus handschriftlichen Notizen für die „schnellen Ideen zwischendurch“, die ich dann sauber in ein digitales Programm übertrage. Ob das nun Trello, Evernote oder OneNote ist, das muss ich noch entscheiden. Damit könnte es aber in Zukunft gut klappen mit der Selbstorganisation.

Diese Besessenheit der Planung und Organisation passt im übrigen einfach zu meinem Wesen, denn unter uns gesagt: Spontan und ohne Planung is bei mir nicht. Nein – willst du etwas spontan von mir, wäre es mir am liebsten, du meldest dich vorher an, gibst mir Bedenkzeit und dann können wir etwas starten. Das ist mein Verständnis von Spontanität 😀

Ich bin mir sicher, meine Familie und Freunde müssen sich genau jetzt ein Grinsen verkneifen 🙂

Nun gut, ganz so schlimm ist es (hoffentlich) auch wieder nicht, denn mittlerweile lasse ich mich gerne von meinem Umfeld mitreissen und habe mich auf eine gewisse Art von Spontanität gewöhnt 😉

 

Verlinkt bei: was eigenes

3 Kommentare

  • Jessika
    24. März 2016 13:08

    Danke für deine Teilnahme an der Orgaparade, liebe Lala 🙂 Ein sehr schöner Text, in dem ich mich auch immer mal wiedererkannt habe! 🙂

  • Katja Schönefeld
    27. März 2016 8:43

    Huhu Angela,

    auch ich möchte dir noch mal danken für deinen Beitrag. Herzlich schmunzeln musste ich ja bei deinen Ausführungen über das (kleine) Chaos bei der Führung zweier Tools in Papier- und digitaler Form. Ähnlich geht es mir allerdings auch. Ich liebe meinen Kalender für unterwegs und nutze ihn zur Organisation meiner Selbstständigkeit, Blogs etc – und trotzdem setze ich zur Verwaltung noch zusätzlich eine online To-do-Liste.

    Ich bin gespannt, ob du dieses Jahr noch eine sogenannte Eierlegende Wollmilchsau findest, die dich rundum glücklich macht – wenn ja, sag mir unbedingt Bescheid! 🙂

    Liebe Grüße,
    Katja

  • Annemarie Cintean
    3. April 2016 12:52

    Hallo Angela, der Beitrag ist einfach fantastisch , ich konnte gar nicht mehr aufhören mit dem Schmunzeln. Weiterhin viel Spaß bei jeder Art von Planung, dass es was bringt kann ich nur bestätigen.

    Herzliche Grüße

    Annemarie

Kommentare