Reisebericht Bali – Meerestempel, Tänze, Wasserfall und Schnorcheln (Teil 2 von 3)

Reisebericht Bali – Meerestempel, Tänze, Wasserfall und Schnorcheln (Teil 2 von 3)

Hier kommt der zweite Teil meines Reiseberichts!

Wer mir auf Instagram folgt, weiß vermutlich, dass meine letzte Reise nach Bali ging. Schon viel früher wollte ich einen ausführlichen Reisebericht dazu schreiben, aber wie es oftmals so ist… Ihr wisst Bescheid 😉 Dafür kommt er jetzt und ich nehme euch virtuell nochmal mit nach Bali! Falls ihr euch auf eine Reise dorthin vorbereitet, dem kann ich vielleicht den ein oder anderen Tipp mitgeben.

Teil 1 verpasst? Hier geht es zum Reisebericht 1 – Vorbereitung, Flug, Hotel und Umgebung

Durch verschiedene Reiseblogs  und Reiseführer habe ich schon vorab einige Ziele gefunden, die wir unbedingt anschauen wollten. Dazu zählen natürlich die schönen Tempel, Affentempel, Wasserfälle, die Reisterrassen, Kaffeeplantagen und und und. Im zweiten Teil erzähle ich ganz ausführlich über unsere Ausflüge, den traditionellen Barong Tanz und warum festes Schuhwerk auf den Reisterrassen so wichtig ist.

Wir hatten einen entspannten Urlaub mit Sightseeing geplant. Das heißt, wir wollten tatsächlich auch einige „Typisch-Touri“ Orte sehen. Warum auch nicht, wenn man das erste mal an einem anderen Ort ist. Vor ab hatte ich durch verschiedene Reiseblogs und Reiseführer einige Ziele herausgesucht. Im Hotel gab es dann nochmal gezielte Angebote und wir konnten aus diesen Angeboten unsere Packages schnüren. Mal wollten wir den ganzen Tag unterwegs sein, mal nur einen halben Tag. Und so haben wir uns mit den Hotelangestellten die passenden Ausflüge herausgesucht. Die Privatfahrer wurden auch direkt durch das Hotel beauftragt und so wurden wir immer pünktlich von einem Fahrer abgeholt, der uns auf dem Weg zu den einzelnen Zielen auch gleich noch einige Geschichten dazu erzählten.

Pura Tanah Lot: Fels in der Brandung

Der beeindruckende Meerestempel zählt zu den schönsten Tempel Balis und nicht umsonst einer der am meist besuchten und fotografierten Sehenswürdigkeiten der Insel. Der Pura Tanah Lot Tempel liegt im Südwesten von Bali im Bezirk Tabanan. Wirklich atemberaubend erscheint der Meerestempel natürlich im Sonnenuntergang, was eines der beliebtesten Fotomotive der Touristen ist. Wir haben den Ausflug dorthin mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbunden und waren schon Mittags dort. Und ich kann euch sagen, auch das lohnt sich total!

Natürlich ist der Bereich von Touristen besiedelt, aber durch die Weitläufigkeit bei Ebbe, wenn man weit in die Natur vordringen kann, findet man immer ein schönes Plätzchen, an dem man kurz innehalten und einfach die Natur genießen kann.

Gegen eine kleine Gabe kann man an der Süßwasserquelle, die am Fuße des Felsens liegt, vom heiligen Wasser trinken und sich damit die Hände und das Gesicht waschen. In den Klippen des Festlandes gibt es die Höhle Ular Suci, in dem sich heilige Schlangen befinden. Auch hier kann man gegen eine kleine Spende die Schlangen sehen. Angeblich haben diese hochgiftigen Schlangen noch nie jemanden gebissen. Testen wollte ich es an der Stelle aber nicht unbedingt.

Tempel Tanah Lot

Tempel Tanah Lot

Tempel Tanah Lot

Tempel Tanah Lot

 

Tegenungan Wasserfall

Ganz in der Nähe der Stadt Ubud liegt der Wasserfall Tegenungan, eingebettet in wunderschönen grünen Regenwald. Vom Parkplatz aus geht es einen kleinen Weg entlang, der vollgepackt ist mit Souvenirshops, Essen Trinken und Klamottenläden.

Der eigentlich weg in Richtung Wasserfall ist nicht ohne, denn man muss eine lange Treppe mit unterschiedlich hohen und steilen Stufen entlang. Ist das aus dem hinweg noch ganz easy, merk man auf dem Rückweg, dass man schnell aus der Puste kommt und die feuchten Temperaturen ihr übriges tun. Aber zum Glück gibt es auf dem Weg immer wieder kleine Aussichtspunkte, an denen man eine kleine Verschnaufpause machen kann.

Der Wasserfall an sich ist natürlich ein unglaubliches Naturspektakel. Man kann dort sogar Baden, wobei wir das ohne Bade- und Wechselklamotten nicht nutzen konnten.

Wasserfall

Wasserfall

 

Schnorchelausflug nach Nusa Lembongan und Nusa Penida

Schon lange wollte ich Schnorcheln gehen und in diesem Urlaub hatte es dann auch endlich mal geklappt! Den Tagesausflug hatten wir auch wieder über unser Hotel gebucht. Mit weiteren 3 Gästen wurden wir mit einem kleinen Van direkt am Hotel abgeholt. Mit dem Boot ging es von Sanur weiter nach Nusa Lembongan. Dort trafen wir uns mit weiteren Schnocheltouristen am Strand von Nusa Lembongan in einem kleinen Restaurant. Zur Begrüßung gab es erstmal eine kleine Erfrischung bevor wir über den weiteres Ablauf informiert wurden. Bevor es los ging, wurde von der Köchin des Restaurants noch schnell unsere Essensbestellung für das gemeinsame Essen nach dem Schnorcheln aufgenommen.

Ich hatte vorher gelesen, dass man sich dort eine Unterwasserkamera kaufen könne, was aber bei unserem Ausflug leider nicht ging. Daher mein Tipp: Nehmt euch eine Unterwasserkamera direkt mit, denn ich persönlich fand es sehr schade, gar keine Bilder vom Schnocheln zu haben.

Insgesamt waren wir 10 Touristen, die mit einem kleinen Boot zu insgesamt 3 verschiedenen Punkten gefahren wurden. Das Schnorcheln an sich war wirklich super und hat extrem viel Spaß gemacht. Würde ich sofort wieder machen! Schade fand ich allerdings, dass an machen Punkten das Boot direkt an einem Korallenriff hielt, sodass wir beim Eintauchen aufgrund der geringen Tiefe direkt in den Riffen standen. Es tat mir so leid, über die Korallenriffe zu stampfen und ich stellte mir gleich vor, wie die Massen an Touristen diese Riffe langsam aber sicher kaputtmachen. Sehr traurig!

Nach dem Schnorcheln ging es zurück zum Restaurant, wo wir noch durch die Mangroven gefahren wurden. Danach gab es das gemeinsame Essen, dass wir direkt am Strand sehr genossen. Da wir dann noch etwas Zeit bis zur Abfahrt nach Sanur hatten, gingen wir mit unseren „Schnorchelkollegen“ noch in eine Bar direkt am Strand von Nusa Penida und genossen eine frische Kokosnuss. Ein Traum!

Danach ging es zurück nach Sanur uns ins Hotel. Ein anstrengender und wirklich aufregend-schöner Ausflug!

Schnorchelausflug

Schnorchelausflug

Schnorchelausflug

Balinesicher Barong Tanz

Eines der urtypischsten Sinnbilder der balinesichen Kultur ist wohl ohne Zweifel der Barong Tanz. Viele Tagesausflüge haben den den Barong Tanz aus Programmpunkt enthalten. So auch bei unserem ersten Ausflug. Gleich zum Start ging es zu diesem traditionellen Tanz, der den Kampf des Guten gegen das Böse darstellt und böse Dämonen vertreiben soll. Barong ist der Vertreter des Guten und wird von zwei Männern mit Löwenmaske dargestellt. Er kämpft gegen die böse Hexe Rangda. Da Gut und Böse untrennbar zusammengehören, geht dieser Kampf in jedem Tanz unweigerlich unentschieden aus.

Vor dem Beginn des Tanzes bekommt man eine kleine Übersicht der einzelnen Akte (auf englisch), damit man der Handlung gut folgen kann.

Zu Beginn tritt der Barong auf. Mit eindrucksvollen Tanzschritten saust er über die Bühne, zeigt sich von allen Seiten, klappert mit dem Maul und stellt sich so dem Publikum vor. Nach seiner Vorstellung tanzen zwei Mädchen den Legong-Tanz und danach beginnt die Geschichte.

Barong Tanz

1. Akt

Zwei Diener der Königin sprechen über das Schicksal ihres geliebten Herrn, des Prinzen Sadewa. Dieser soll der Göttin Batari Durga geopfert werden. Als eine Schülerin jener Todesgöttin erscheint, verstärkt sich ihre Unruhe noch. Sie schicken dem Premierminister eine Nachricht, dass er schnell kommen möge.

2. Akt

Der Premierminister kommt und mit ihm die Mutter des Prinzen, die Königin. Sie ist tief traurig beim Gedanken daran, ihren Sohn opfern zu müssen. Die Todesgöttin ist deshalb sehr besorgt, da sie befürchtet die Königin könne ihr das Opfer doch noch verweigern. Deshalb verhext sie die Königin, worauf diese anfängt ihren Sohn zu schlagen und schließlich den Befehl gibt ihn zum Opferplatz zu bringen.

3. Akt

Der Premierminister weigert sich allerdings den Befehl auszuführen denn er liebt den Prinzen Sadewa wie seinen eigenen Sohn. Doch auch er wird von der bösen Hexe verflucht und gehorcht schließlich. Er bindet den Prinzen vor dem Haus der Todesgöttin an einen Baum.

4. Akt

Der Gott Shiva erscheint am Schauplatz in Gestalt eines Priesters und hat Mitleid mit dem Prinzen. Er macht ihn deshalb unsterblich.

5. Akt

Die Todesgöttin Batari Durga erscheint nun, sieht den Prinzen und möchte sofort mit der Opferung beginnen. Doch der Prinz ist ja nun unsterblich und so muss die Göttin von ihrem Plan absehen. Nun bittet die Hexe um Erlösung und möchte dass der Prinz sie tötet damit sie in den Himmel kommt.

6. Akt

Auch eine Schülerin der Todesgöttin, Kaleka, möchte erlöst werden und bittet den Prinzen Sadewa auch sie zu töten, dieser allerdings weigert sich. So verwandelt sich Kaleka erst in einen wilden Eber, dann in einen riesigen Vogel und kämpft gegen den Prinzen um ihn zu zwingen ihr Erlösung zu verschaffen. Schließlich nimmt sie die Gestalt der schwarzen Hexe Rangda an und Sadewa kommt nicht gegen sie an. Er verwandelt sich in den Barong und sie kämpfen gegeneinander. Da sie beide gleich stark sind, kann keiner siegen.

7. Akt

Schließlich erscheinen einige Anhänger des Barong und eilen ihm zu Hilfe. Die Hexe verzaubert sie allerdings, so dass sie ihre mitgebrachten magischen Dolche, die Kris, gegen sich selbst wenden. Schließlich kann der Barong doch noch den bösen Einfluss der Hexe auflösen, wirklich besiegen kann er sie allerdings nicht, denn Gut und Böse befinden sich auf Bali immer im Gleichgewicht. Am Ende des Tanzes bringt ein Tempelpriester einige Opfer und befreit die Tänzer aus ihrer Trance, falls sie in Trance gefallen sind, was durchaus vorkommt.

Barong Tanz

Barong Tanz

Barong Tanz

Barong Tanz

 

Hier geht es zum dritten Teil des Reiseberichts (Link folgt in Kürze!)

Ausflüge nach

  • Pura Tanah Lot: Der Fels in der Brandung
  • Tegenungan Wasserfall
  • Schnorchelausflug nach Nusa Lembogang und Nusa Penida
  • Barong Tanz

 

Erster Teil des Reiseberichts:

  • Vorbereitung
  • Flug
  • Hotel und Umgebung

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